Meisterschule

Die Meisterschule

Die Meisterschule ist ein sehr beliebter Weg, um den begehrten und hochwertigen Meistertitel zu erreichen. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit dem Abschluss der Gesellenprüfung lässt sich schon viel erreichen. Einen weiteren und vor allem sehr viel höheren Abschluss bietet allerdings der Meister. Der Titel ist gesetzlich geschützt und bietet zudem die Möglichkeit, Lehrlinge auszubilden und sich selbstständig zu machen.
Der Meister Titel ist nicht für jede Selbstständigkeit notwendig, bietet aber die große Chance, schon beim Start einer Selbstständigkeit das Vertrauen der Kunden zu stärken.

Was ist eine Meisterschule?

Bei einer Meisterschule handelt es sich um eine Einrichtung, die mit Lehrgängen und Vorbereitungskursen auf die Meisterprüfung vorbereitet. Die unterschiedlichen Einrichtungen sind meist private Schulen oder auch von Handelskammern betriebene Einrichtungen. In seltenen Fällen bieten auch sogenannte Fachschulen Bereiche für die Meisterschule an.

Während in den privaten Einrichtungen und auch bei der Handelskammer reine vorbereitende Lehrgänge auf die Meisterprüfung angeboten werden, handelt es sich bei Kursen und Schulen im Bereich der Fachschulen, um einen deutlich intensiveren Kurs und Ausbildung. Hier werden die Themen nicht nur ausgerichtet auf die Meisterprüfung bearbeitet, sondern gehen deutlich tiefer und enthalten auch ein hohes Maß an Allgemeinbildung.

Bei jeder Variante werden allerdings alle Prüfungsteile bearbeitet und es bietet sich eine optimale Vorbereitung auf die unterschiedlichen Bereiche der Meisterprüfung.

Früher war für die Absolvierung einer solchen Meisterschule eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung nötig. Mittlerweile ist es nicht mehr nötig über eine langjährige Berufserfahrung zu verfügen, sondern es ist schon direkt nach der Gesellenprüfung möglich, eine Meisterschule zu besuchen und dann die Meisterprüfung abzulegen. Dies gilt allerdings nur, wenn der Meistertitel auch genau in dem erlernten Beruf angestrebt wird. Für fachfremde Meistertitel gelten anderen Voraussetzungen. Wer eine Gesellenprüfung in einem anderen handwerklichen Bereich vorzuweisen hat, muss für einen fachfremden Meistertitel eine mindestens 4-jährige Ausbildung vorweisen können. Es ist sogar möglich, einen Meister zu machen, ohne eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen zu können. Dies sind allerdings nur Einzelfälle und hier müssen spezielle Vorgaben erfüllt werden.

Das bietet den großen Vorteil, dass man schneller den begehrten und hochwertigen Meister Titel erreichen kann und außerdem noch im Rhythmus des Lernens ist. Außerdem ist es in einigen Bundesländern hier möglich, durch eine zusätzliche Prüfung, außerdem die Fachhochschulreife zu erreichen, allerdings nur, wenn die Meisterschule in Form einer Fachschule absolviert wird.

Welche Modelle der Meisterschule gibt es?

Wer sich nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder sogar, nachdem er schon einige Jahre fest im Berufsleben steht, für eine Weiterbildung als Meister entscheidet, tut sich meist schwer wieder völlig in das Schulleben zu wechseln. Ein wichtiger Punkt ist hier sicherlich auch der Verdienstausfall, der so entsteht. Aber genau darauf haben sich viele Meisterschulen eingerichtet. Hier bieten sich unterschiedliche Modelle wie und mit welchem Zeitaufwand eine Meisterschule absolviert werden kann. Dabei ist es auch zu beachten, dass die unterschiedlichen Fachbereiche ebenfalls unterschiedliche Laufzeiten aufbieten können.

  • Je nach Fachbereich dauert eine Ausbildung in der Meisterschule in Vollzeit zwischen 3 und 24 Monaten.
  • Hier gibt es aber auch Staffelungen in Teilzeit, dann kann die Meisterschule bis zu 48 Monaten dauern, allerdings biete dies den Vorteil, dass eine Berufstätigkeit weiter ausgeführt werden kann.
  • Wer sich für eine Fachschule entscheidet, kann damit rechnen, dass eine Vollzeitausbildung zwischen 12 und 24 Monaten liegt.
  • Die Teilzeitausbildung in einer Fachschule kann dann ebenfalls bis zu 48 Monate dauern.
    Die Meisterschule in Form der Fachschule bietet den großen Vorteil, dass hier noch ein weiterer höherer Schulabschluss erreicht werden kann und die enorm wichtigen Themen deutlich intensiver bearbeitet werden. Gerade wer sich, mit der Absicht die Meisterschule im Hinblick auf eine spätere Selbstständigkeit entscheidet, findet hier eine hervorragende Verbreitung.

Wie hoch sind die Kosten für eine Meisterschule?

Die Entscheidung in den Meister Titel zu investieren und so die eigene Zukunft zu optimieren ist eine Investition in die Zukunft. Dabei kommt es nicht nur auf die zeitliche Investition an, sondern es muss auch Geld investiert werden. Nicht nur die Verdiensteinbußen kommen hier zum Tragen, auch die Gebühren für die Meisterschule, die Lernmaterialien und auch die Prüfungskosten sind hier nicht ganz unerheblich.

Dabei variieren die Kosten auch noch zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen deutlich. Hier können die Kosten für die Meisterschule, je nach Gewerk schwanken und belaufen sich zwischen 4.000 und sogar 9.000 Euro. Dazu kommen dann auch noch die Prüfungskosten. Ebenfalls nicht enthalten sind die Lernmaterialien und, je nachdem, wo die Meisterschule liegt, vielleicht auch noch Fahrtkosten.

Dabei gilt es aber zu beachten, dass sich die Ausbildungszeit mit einer Teilzeitausbildung, zwar verlängert, dafür hier aber der Beruf meist voll ausgeführt werden kann und somit keine zusätzlichen Verdiensteinbußen aufkommen.

Die Kosten im Überblick:

  • Meisterschule je nach Gewerk: 4.000 bis 9.000 Euro
  • Prüfungsgebühren je nach Region: bis zu 850 Euro
  • Fahrtkosten und Materialkosten

Dabei bietet der Staat hier allerdings großartige Möglichkeiten, um die Weiterbildung von denjenigen zu unterstützen, die in ihre eigene Zukunft investieren möchten. Wer sich dafür entscheidet, einen Meister Titel zu machen, kann dafür das spezielle Meister-BAföG beantragen. Der Staat bezuschusst hier mit 40% und stellt für den restlichen Betrag ein Darlehn zu günstigen Konditionen.

Die hohen Kosten schrecken viele ab, allerdings ist hier zu erwähnen, dass sich ein Meistertitel trotz der hohen Kosten auf jeden Fall finanziell rechnet und die Kosten mit dem höheren Verdienst schnell wieder ausgeglichen sind.

Fazit zur Meisterschule

Ein Meister Titel und eine Meisterschule lohnen sich aus vielen Blickwinkeln. Mit dem erfolgreichen Meistertitel ergeben sich zahlreiche Karrieremöglichkeiten von der Selbstständigkeit zu leitenden Positionen in Betrieben. Jeder Betrieb profitiert von einem Meister und das nicht nur in der Qualität und der Möglichkeit Lehrlinge einzustellen, sondern vor allem mit dem Vertrauen gegeben über dem Kunden. Denn ein Meister weckt in jedem das Vertrauen in die handwerkliche Arbeit und die Qualität dieser.

Die Aufstiegsmöglichkeiten und vor allem die Optionen für die Zukunft sind mit einem Meister Titel gesichert. Auch der Verdienst erhöht sich deutlich gegenüber dem Verdienst als Geselle und die Arbeit unterscheidet sich deutlich in der Verantwortung und der Art.
Ein Meistertitel lohnt sich auf jeden Fall, allerdings muss auch die Bereitschaft vorhanden sein, Zeit und Arbeit zu investieren, nur so kann auch hier ein richtiger Erfolg erzielt werden.