Meisterausbildung

Die Meisterausbildung

Um im Beruf voranzukommen und sich zu verbessern, damit ist auch die finanzielle Situation gemeint, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Um hier die besten Möglichkeiten herauszuholen und das Beste für sich selbst und die eigenen Grundvoraussetzungen zu erfahren, ist eine persönliche Beratung bei der örtlichen Handwerkskammer immer eine hervorragende Idee.
Gerade für die Meisterausbildung gibt es viele Varianten und Möglichkeiten. Dabei loht es sich, genaue Informationen einzuholen und sich über den besten persönlichen Weg zu informieren.

Vorteile der Meisterausbildung

Die Meistausbildung ist in 4 Prüfungsteile unterteilt, mit einer guten Ausbildung durch die verschiedenen Kurse und Abläufe bietet sich die Möglichkeit, sich optimal auf die Prüfung vorzubereiten. Durch die unterschiedlichen Kurse, die jeweils mit einer Prüfung abgeschlossen werden, bietet sich der große Vorteil, dass hier das Lernen an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Weitere Vorteile der Meisterausbildung:

  • Die einzelnen Lehrgänge sind in die unterschiedlichen Teile der Prüfung untereilt und bieten so die Möglichkeit, dem Meister Titel in Abschnitten näherzukommen. Dabei wird immer ein bestimmter Bereich abgearbeitet, das macht auch das Lernen deutlich einfacher.
  • Schon einzelne Module können Vorteile im Betrieb bringen, denn Ausbildungsbeauftragte profitieren enorm von der Meisterausbildung und können mit dem abgeschlossenen Modul schon Punkte sammeln.
  • Beim Prinzip der einzelnen Lehrgänge bietet sich auch ein enormer finanzieller Vorteil, denn hier müssen nicht alle Module sofort durchgeführt werden, sondern sind einzeln abzuschließen. Auch durch die staatliche Förderung mit dem Meister-BAföG reichen die finanziellen Mittel oft nicht aus.
  • Besonders gut, die Koste, die für die Lehrgänge und auch für die Lernmaterialien, Fahrtkosten entstehen, können als Werbekosten bei der Einkommenserklärung geltend gemacht werden.
    Ablauf der Meisterausbildung

Wie sich die Meisterausbildung gestaltet, hängt davon ab, für welches Modell Sie sich entschieden haben, dabei bietet sich für eine flexible Gestaltung vor allem die Lehrgangmethode an. Hier können wie bereits erwähnt, die einzelnen Module separat abgeschlossen werden.

Bei einer schulischen Meisterausbildung ist der Stoff im Voraus auf die vereinbarte Zeit aufgeteilt. Das gilt dann entweder ausgerichtet auf die Vollzeitschule oder die Teilzeitschule. Jedes Modell hat hier eigene Vor- und Nachteile. Während die Inhalte bei der Meisterausbildung in Fachschulen deutlich intensiver sind, wird bei den Lehrgängen sehr viel individuelleres Arbeiten möglich.

Eine Meisterschule als Lehrgangmodell zu absolvieren bietet viele Möglichkeiten, denn hier können die verschiedenen Prüfungsabschnitte und damit verbundenen Lehrgänge individuell gewählt werden. Die Lehrgänge müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge absolviert werden, sondern können individuell gewählt werden. Hier gibt es aber durchaus empfehlenswerte Tipps, die dazu beitragen den Ablauf zu vereinfachen.

Die Inhalte der unterschiedlichen Lehrgänge bauen teilweise aufeinander auf. Daher lohnt es sich gerade, die Teile 3 und 4 an erste Stelle zu setzen.

Dabei handelt es sich um die Bereiche der Betriebswirtschaft und die Ausbildungs-Pädagogik. Den meisten Handwerkern fällt gerade der betriebswirtschaftliche Teil besonders schwer. Am Anfang einer Ausbildung ist, wie jeder weiß die Motivation noch am größten, genau diese kann hier genutzt werden, um den schwierigen Teil zu absolvieren. Ein zweiter Grund ist aber auch, dass die anderen Lehrgänge und Prüfungen wie die Fachpraxis und Theorie mit Inhalten aus der Betriebswirtschaft zu tun haben. Somit werden auch diese Lehrgänge mit dem Grundwissen der bereits absolvierten Prüfungen deutlich einfacher.
Die verschiedenen Vorbereitungslehrgänge bieten allerdings bereits Vorteile im Betrieb. Gerade als Ausbildungsbeauftragter kann die Arbeitspädagogik deutliche Vorteile bringen und schon für eine verbesserte Ausbildungsstruktur im Betrieb sorgen.

Ein weiterer Vorteil dieser Reihenfolge ist, dass gerade diese beiden Lehrgänge direkt nach einer bestandenen Gesellenprüfung sinnvoll sind, denn für die Bereiche Fachpraxis kann während der Lehrgänge noch mehr Erfahrung gesammelt werden, dass auch diese dann einfacher von der Hand gehen.

Die richtige Einstellung zur Meisterausbildung

Am Wichtigsten, und vor allem eines der wichtigsten Kriterien für das Bestehen einer Meisterprüfung, ist die eigene Motivation. Hier ist es wichtig, nicht nur die finanzielle Verbesserung im Auge zu behalten und sich darauf zu konzentrieren, sondern die Arbeit an sich als Motivation zu sehen.

Es ist nicht nur wichtig die Prüfungen abzulegen und zu bestehen, sondern die Inhalte gekonnt im Arbeitsleben einzusetzen, sollte das Ziel hinter der Meisterprüfung zu sein. Denn mit einem Meister Titel geht auch deutlich mehr Verantwortung einher. Sei es die eigene Selbstständigkeit oder die Verantwortung als Führungsposition.

Gerade hier sollte das Gelernte umgesetzt werden und somit die Verantwortung professionelle getragen werden.

Vor der Meisterausbildung

Die Meisterausbildung ist umfangreich und beinhaltet viel Lernstoff, der in kurzer Zeit bewältigt werden muss. Dabei ist es wichtig, gut vorbereit zu sein und sich bewusst zu machen, dass gerade Mathematik und die Grundlagen hier eine wichtige Voraussetzung sind, denn während der Meisterausbildung wird hierfür nicht viel Zeit übrig bleiben, da der Lernstoff schon enorm ist. Deshalb empfiehlt es sich, für alle die hier Unsicherheiten vorweisen einen speziellen Vorbereitungskurs zu machen, um dann nicht für Grundlagen der Mathematik Zeit zu verschwenden, während es anderen Lernstoff zu bewältigen gibt.

Gerade Mathematische Inhalte wie:

  • Grundrechenarten zu festigen
  • Bruchrechnen
  • Verhältnisrechnen
  • Grundlagen der Gleichungslehre und der Formelumstellungen
  • Prozent- und Zinsrechnen
  • Geometrie, Flächen- und Volumenberechnungen
  • persönliche Lerntechniken

Sind besonders wichtig und bieten eine hervorragende Grundlage, um in die Meisterschule zu starten.

Aber auch die finanzielle Vorbereitung ist wichtig und sollte gut durchdacht sein. Denn die Meisterausbildung ist nicht günstig, wobei sich die Kosten im Nachhinein auf jeden Fall rechnen und schnell wieder eingeholt sind.

Meisterausbildung und die staatliche Förderung

Mit einer Erstausbildung und dem Willen sich Fortzubilden und einen höheren Abschluss zu erreichen, bietet sich die Möglichkeit, ein sogenanntes Meister-BAföG zu beantragen. Eine hervorragende Möglichkeit, sich den Meistertitel zu ermöglichen und dann finanziell unabhängiger zu sein. Mit der Meister-BAföG-Förderung sind eine finanzielle Unterstützung und günstige Konditionen für den Restebetrag möglich.

Die Bezuschussung und auch die Finanzierungen werden an die persönlichen Umstände angeglichen und auch die unterschiedlichen Arten der Meisterausbildung werden dabei anders bewertet. Wie hoch die Finanzierung und Bezuschussung ausfällt, ist von der individuellen Situation abhängig.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass eine Vollzeit Meisterausbildung, zusätzlich auch noch mit einem Unterhaltsbeitrag ausgestattet werden kann. Es lohnt sich vor der Entscheidung unbedingt zu prüfen, welche Möglichkeiten individuell möglich sind und wie sich die Meisterausbildung am besten finanzieren lässt.

Mit einem guten Plan ist der Kopf frei für die Meisterausbildung.