Der Meisterbrief

Der Meisterbrief

Nach einer bestandenen Meisterprüfung wird sowohl ein Meisterdiplom als auch eine Meisterurkunde verliehen. Die Meisterurkunde dient daher eher zweckmäßig als Nachweis über die bestandene Meisterprüfung und ist generell eher weniger dafür geeignet, diese in den Geschäftsräumen auszustellen.

Wer sich den Meistertitel erarbeitet hat, möchte diesen auch zur Schau stellen und diesen am besten Schmuckvoll in den eigenen Geschäftsräumen ausstellen. Das dient nicht nur dem Selbstwertgefühl, sondern ist auch noch ein offensichtlicher Beweis für das Fachwissen und die fachliche Kompetenz, die mit dem Meistertitel einher geht.

Um genau das zu erreichen, gibt es dann noch den sogenannten kunstvoll Aufgearbeiteten. Dieser wird meist schmuckvoll und kunstvoll gestaltet und bietet so die Möglichkeit, diesen als Aushängeschild für die eigenen Geschäftsräume zu verwenden. Generell ist dieser Meisterbrief aber keine Urkunde und dient lediglich zur Veranschaulichung des erlangen Meister Titels. Die Meisterurkunde, der offiziell ausgestellte Meisterbrief, ist der Nachweis für den bestandenen Meistertitel und dient hier dann auch als Nachweis dessen.
Den Kunstvoll ausgearbeiteten Meisterbrief kann man online oder auch auf dem Postweg mittels eines Antrages bei der zuständigen Handelskammer bestellen, dafür wird in der Regel die Meisterurkunde als Nachweis benötigt.

Der Meisterbrief und die Bedeutung

Die kunstvolle Ausarbeitung des Meisterbriefes ist je nach Epoche und Zeit unterschiedlich, hier spielt der gegenwärtige Geschmack und Stil eine wichtige Rolle. Für den Meisterbrief gibt es keine einheitliche Gestaltung, sondern dieser variiert im Laufe der Zeit und der unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten deutlich.

Die Urkunde Meisterbrief dient aber als offizieller Nachweis für den erworbenen Meistertitel und ermöglicht es auch ein eigenes Gewerbe in die Handwerksrolle eintragen zu lassen. In Deutschland gibt es für zahlreiche Handwerksunternehmen die Meisterpflicht, die also den Meisterbrief voraussetzten, um ein eigenes Gewerbe anmelden zu können.

Auch für das Ausbilden von Lehrlingen ist ein Meisterbrief nötig, denn nur wer über einen Meistertitel verfügt, darf auch Lehrlinge ausbilden und übernimmt somit die Verantwortung für die fachliche Ausbildung der Auszubildenden.

Die Gültigkeit des Meisterbriefes

Ein Meistertitel wird in der gesamten Europäischen Union anerkannt und ist hier auch mit dem Bachelor Titel gleichzusetzen. Beide Abschlüsse werden im Rahmen des Deutschen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau 6 eingestuft und stehen somit auf derselben Ebene.
Diese Hochstufung des Meistertitels trägt dazu bei, dass auch der höchste Abschluss im Handwerk dazu berechtigt, ein weiterführendes Studium an einer Hochschule anzutreten. Ein großer Schritt, der dem Handwerk und dem Meisterbrief deutlich mehr Anerkennung zuträgt. Genau das ist in der heutigen Zeit von großer Wichtigkeit, werden doch die Handwerksberufe immer mehr in den Hintergrund gedrängt, obwohl diese enorm wichtig für die Gesellschaft sind.